Jiaogulan ist eine Heilpflanze aus China, genauer gesagt aus der südlichen
Bergregion Zentralchinas. Die Bewohner dieser Gegend erreichen ein hohes Alter und werden oftmals an die 100 Jahre alt.
Jiaogulan gehört zu
ihrer täglichen Nahrung und die Menschen dort nennen das Kraut 'Xiancao', was soviel wie Kraut der Unsterblichkeit bedeutet.
Jiaogulan spricht sich Dschiau-gu-lan, vorne mit weichem 'dsch', wie bei Dschingis Khan.
Die Wirkung des Jiaogulan ist eher zufällig entdeckt worden,
als man auf der Suche nach einem alternativen Süßstoff war. Forscher fanden in eben jenen abgelegnenen Bergregionen das Kraut der Unsterblichkeit,
welches eine leicht süßliche Komponente bietet. Da hier auffällig viele Menschen mit einem hohen Alter leben, wurden die Inhaltstoffe näher untersucht.
Das hervorstechendste Merkmal scheint der verlangsamende Alterungsprozess zu sein. Mittlerweile sind Pflanzen, die zur Traditionellen Chinesischen Medizin
(TCM) zählen, wissenschaftlich auf ihre Inhaltstoffe untersucht worden. Dadurch wird das Vertrauen in diese Pflanzen gestärkt und finden in der Bevölkerung
immer mehr Anhänger. Um so erfreulicher ist es, das Jiaogulan auch in unseren Gärten wachsen kann. Es ist ein recht robuster Bodendecker, der zu den
Kürbisgewächsen zählt und auch als Zimmerpflanze zu halten ist.
Jiaogulan entwickelt im Laufe des Jahres eine beachtliche Größe. Die Ranken erreichen eine Länge von etwa 1,50m.
Dabei verzweigen sie sich mehrfach. Jiaogulan ist eine bodendeckende Pflanze.
Sie rankt nicht an Stäben oder Gittern, da sie sich scheinbar nicht selbstständig festhalten kann.
Eine Pflanze bedeckt etwa eine halben Quadratmeter.
Im Alter entwickelt sie auch kleine gelblich-grüne Blüten, die in einem langen warmen Sommer sich auch zu grünen kugeligen Früchten ausbilden.
Ob diese Früchte eine Heilwirkung haben, ist noch nicht erforscht.
In den Blättern sind die wertvollen Inhaltsstoffe enthalten, die Jiaogulan zu einer Anti-Aging-Pflanze machen.
Die Blätter werden am Besten frisch verwendet, können aber auch getrocknet werden. Ihren Inhaltsstoffen kann der Trocknungsprozess nichts anhaben.
Getrocknete Jiaogulan-Blätter sind ein Jahr lang haltbar.
Für die Freunde des frischen Teeaufgusses empfiehlt sich eine Jiaogulankultur, die in der kalten Jahreszeit im Haus gehalten wird.
Dabei sollten die Temperaturen im Winter 15°C nicht überschreiten.
Bei dieser Temperatur wachsen die Pflanzen weiter und können dementsprechend ständig geerntet werden.
In den Sommermonaten kann die Pflanze draußen stehen oder an einem Ost- oder West- Fenster.
Zu der Ernte sollten immer ganze Ranken geschnitten werden, damit sich die Pflanze verzweigt und weiterwächst.
Die Abschnitte können dann mit heißem Wasser übergossen werden, um einen Tee herzustellen.
Tee aus Jiaogulan
Eine beliebte Konsummethode ist die Zubereitung von Tee.
Dafür nimmt man etwa 5 frische Blätter, übergießt sie mit einem halben Liter kochendem Wasser und lässt sie 10 Minuten ziehen.
Man kann natürlich auch getrocknete Blätter verwenden. Die Inhaltsstoffe gehen nicht verloren, wenn man die Blätter schonend an einem
schattigen, warmen Ort trocknet. Sie sollten während des Trocknens weder der Sonne ausgesetzt werden, noch in einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie z.B. der Küche, liegen.