Der chinesische Gelehrte Li Shi-Zhen, der im 16 Jh. lebte, erwähnt
Jiaogulan in seiner Materia Medica. Hier wurde die Pflanze als Heilmittel gegen Erkältungen, Immunstärkend und gegen Erschöpfung
beschrieben. Dann ist die Jiaogulanpflanze allerdings in Vergessenheit geraten. Sie gehört nicht zur TCM und ist in China
weitgehend unbekannt.
Eher durch Zufall wurden die Inhaltsstoffe der modernen Wissenschaft bekannt. In den 70er Jahren war eine
Forschergruppe auf der Suche nach einem pflanzlichen Zuckerersatzstoff in eben dieser Region unterwegs und stieß dabei auf Jiaogulan,
der ein süßliches Aroma nach Erbsenschoten hat. Bei weiteren Untersuchungen stellte man fest, das Jiaogulan Saponine enthält, daher
der süßliche Geschmack. Der große Durchbruch fand statt, als man feststellte, das die Pflanze ähnliche Inhaltsstoffe wie Ginseng besitzt
und die Anzahl der Saponine diesen um ein Dreifaches übertrifft.